Pilates München

Pilates für CrossFitter und Kraftsportler??

Das hört sich im ersten Moment vielleicht etwas weit hergeholt an aber lasst uns mal darüber nachdenken. Ich war selber nie ein großer Fan von Pilates oder sonstigen Kursen, die in einem herkömmlichen Fitnessstudio angeboten werden. Naja bis auf Yoga vielleicht, aber auch nur eine Zeit lang. Das war zu der Zeit als der Fascienhype gerade ausgebrochen ist oder sogar noch davor, als er im Begriff war auszubrechen.

Mein Verständnis vom Training und des Körpers hat sich seit dem natürlich weiter entwickelt. Damit änderte sich auch meine Trainingsphilosophie. Mittlerweile gibt es weitere Erkenntnisse und genug Erfahrungsberichte um zu sagen das Yoga nicht der Heilige Gral ist. Ich möchte mit diesem Artikel jetzt aber nicht Pilates in diesen Stand heben. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Es kann für den Einen gut sein, genauso wie es für einen Anderen nicht, und ist hier sogar Zeitverschwendung. Man sollte aus Trainersicht, jeden Kunden individuell betrachten und entscheiden was zu wem passt und sinnvoll ist. Dadurch bleibt das Training zielorientiert!

 

Wie viele Sportler kennt ihr die unter Rücken-, Hüft-, Knie- oder Schulterschmerzen leiden? Sicherlich einige. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe warum das der Fall sein kann. Oft spielt aber die Körpermitte eine große Rolle dabei.

  1. B. können Schmerzen im Sprunggelenk durch Probleme im Rücken verursacht werden.

Ein unbewegliches Nervensystem kann auch einige Beschwerden bereiten. Oft ist der Grund eine Verklebung, z. B. durch einen Bandscheibenprolaps oder -vorfall. Wir wissen auch das eine schlechte Beweglichkeit der Hamstrings unter anderem auf ein verklebtes Nervensystem zurück zu führen ist. Eine schlechte Beweglichkeit der Hamstrings wiederum ist unter anderem für den Budwink im Squat verantwortlich. So schließt sich der Kreis!

Lange Rede- kurzer Sinn, hier setzt die Idee der Pilatesübungen ein. Sie würden sich als Warm up gut machen.

Meiner Meinung nach ist ein gezieltes Warm up dem unspezifischen Training an einem Crosstrainer klar überlegen.

Nagelt mich aber bitte nicht fest, auch der Crosstrainer hat natürlich seine Berechtigung!

In einem Warm up wollen wir dafür sorgen:

 

  • Das wir ins schwitzen kommen
  • Das Herz-Kreislauf-System angekurbeln
  • Die Gelenke sollen aufgewärmt werden und der Körper soll mehr Gelenkschmiere produzieren.
  • Viele von uns nutzen ein spezielles Aufwärmen um gleichzeitig an ihren Schwachstellen zu arbeiten, wie z. B.. Unbeweglichkeiten in verschiedenen Gelenken etc. – die sogenannten Mobility drills.
  • Core aktivieren, da wir unter Rückenschmerzen leiden, sodass wir im eigentlichen Training eine gut arbeitende Bauch- und Rückenmuskulatur haben.

Zusätzlich hätten wir durch den Einbau von Pilatesübungen

  • Pertubationen
  • Mobilitation des Nervensystems
  • Antirotation, Antiextension, Antiflexion im Core
  • aktive Arbeit an der Range of Motion

Zur Erklärung: Pertubationen sind in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Sie werden auch als chaotisches Training bezeichnet und sorgen dafür das der Sportler gegen unerwartete Bewegungen arbeitet. Sie sollen ihm helfen im Lernprozess einer Übung voran zu kommen, für Abwechslung im Training sorgen und vieles mehr.

Auch das Training gegen eine Bewegung für den Core ist immer beliebter geworden. Übungen wie der Farmerswalk etc. werden auch schon im herkömmlichen Fitnessstudio angewendet und erfreuen sich einer immer größer werdenden Fangemeinschaft.

Durch das aktive Bewegen der Extremitäten durch die full range of motion haben wir in diesem Bereich auch einen Vorteil gegenüber passiven Stretchingübungen. Hiermit verhindern wir einen schlechten Übertrag in die Trainingspraxis.

 

Dieses ganze Programm hätten wir durch Übungen wie dem Bicycle in Air, Scissors in Air, Leg pull Front, Push up, One leg Circle, Side kick Kneeling und vielen anderen Übungen abgedeckt.

Mein Artikel soll einen kleinen Denkanstoß geben für eine neue Bandbreite an Übungen die in einem Warm up integriert werden können. Es gibt sicher weiteren Spielraum für neue und noch sehr unbekannte Mobility Drills.

Als erfahrener Personal Trainer entwickle ich gerne ein individuelles Konzepte für ein effektives Training. Ich berate Sie gerne ausführlich.

Einige Ideen seht ihr hier: